Bäuerliche Traditionen erleben auf einem Bauernhof in Südtirol

Für viele Menschen gehört es zum Urlaub, die Küche, die Bräuche und die Traditionen des Urlaubsortes kennen zu lernen. Ein Urlaub auf einem Roten Hahn Bauernhof in Südtirol ist genau das, denn man wohnt in schönen Ferienwohnungen, in denen auch die Bauern leben, denen der Hof gehört.

So kommt man in direkten Kontakt mit ihnen, die Kinder der Gäste spielen mit den Kindern der Bauern, man plaudert bei einem Teller Speck und Käse, man lacht bei einem guten Glas Wein, man betrachtet die Einrichtung des Hauses, die Kleidung der Bauern, ihre Arbeitszeiten, ihre Arbeit und erfährt dabei viel Interessantes über die Südtiroler Kultur. Denn die Südtiroler Volkstraditionen sind nach wie vor tief in der bäuerlichen Welt und in den Bauernhöfen verwurzelt.

 

Stube im Drockerhof, Urlaub auf dem Bauernhof, Südtirol, Italien

Palmzweige beim Kruzifix in der Stube, Ostern, Südtirol, Italien.   (Foto © pressway )

Was zum Beispiel die Kleidung betrifft, so gibt es in Südtirol so viele Trachten wie Täler und Dörfer. Zu festlichen Anlässen und kirchlichen Feiern tragen die Bauernfamilien mit Stolz ihre Tracht und zeigen damit ihre Zugehörigkeit zu ihrem Heimatort, ebenso wie die Musikanten der Musikkapellen, Volkstanzgruppen und Kirchenchöre.

Ursprünglich war die Südtiroler Tracht die typische Kleidung der Bauern. Ein Großteil der Herstellung lag in den geschickten Händen der einheimischen Bäuerinnen, die von klein auf die Kunst des Stickens, Spinnens, Filzens und Nähens erlernten. Trotz vieler lokaler Unterschiede weist die Südtiroler Tracht auch einige gemeinsame Merkmale auf.

 

Walter Schnitzer, Pardellhof, Bäuerliche Traditionen und Arbeit, Südtirol,

Bauern leisten schwere Arbeit auf den Bergbauernhöfen Südtirols.   (Foto © pressway )

Die Frauen tragen ein Kleid mit Bluse und Schürze. Die Position der Schürzenschleife ist sehr wichtig, denn wenn sie links gebunden ist, bedeutet dies, dass die Frau noch nicht verheiratet ist; ist sie hingegen in einer Beziehung oder bereits verheiratet, wird die Schleife rechts gebunden. Die Männer tragen mit Stolz die unverwüstliche Lederhose und die „Fatschn“, einen mit Pfauenschwanzfedern bestickten Ledergürtel.

Die typische blaue Südtiroler Schürze wurde früher nur von den Männern getragen, um die Kleidung vor dem Schmutz der Arbeit zu schützen, und es hieß, ein Mann ohne blaue Schürze sei nur halb angezogen.

Auch die bäuerlichen Bräuche in Südtirol sind vielfältig und viele haben ihre Wurzeln in der katholischen Kirche, wie zum Beispiel die Kräuterweihe am 15. August zu Maria Himmelfahrt. Der Überlieferung nach wurden Blumen anstelle des Leichnams Mariens im Grab gefunden. In Südtirol werden zu Maria Himmelfahrt von den Bauern schöne Sträuße aus Wildkräutern und Wildblumen gebunden, die dann in der Kirche geweiht werden.

Jeder Strauß besteht aus mindestens 7 verschiedenen Kräutern (7 wie die Sakramente der katholischen Religion und wie die Schmerzen, die Maria erdulden musste). Nach der Weihe werden die Kräutersträuße auf dem Dachboden, in der Scheune oder in der Ecke der Stube, in der das Kruzifix steht, aufgehängt, um Unheil abzuwehren und dem Hof Glück, Gesundheit und Segen zu bringen. Wenn ein Tier auf dem Hof erkrankt, mischen die Bauern einen Teil der gemahlenen Kräuter des Straußes unter das Futter; oder wenn ein Gewitter aufzieht, verbrennen sie die Kräuter des Straußes, um den Blitz abzuhalten.

Für die Bauernfamilien ist dieses Fest sehr wichtig, nicht zuletzt, weil der Glaube an die Heilkraft der Kräuter tief verwurzelt ist und das Wissen um die Wildkräuter in der bäuerlichen Welt seit jeher weitergegeben wird, vor allem von den Frauen.

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Bäuerin pflückt Wildkräuter, Italien.   (Foto © pressway )

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